Studie: Immobilien-Kaufpreise steigen bis zu 8% stärker als Mieten

Eine aktuelle Marktstudie zeigt, dass sich auch 2019 die Differenz zwischen Immobilien-Kaufpreisen und Mieten vergrößert hat. Speziell in Metropolen ist diese Entwicklung zu beobachten.

Immobilien-Kaufpreise stiegen 2019 in Metropolen im Schnitt um 10,2%

Das Beratungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) hat in einer Marktstudie die Immobilienpreisentwicklung in den deutschen Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und Leipzig untersucht. In allen acht Metropolen sind 2019 durchschnittlich sowohl die Kaufpreise als auch die Mieten für Wohnimmobilien gestiegen, womit der Trend der vorangehenden Jahre fortgesetzt wurde.

Düsseldorf verbuchte den höchsten Anstieg bei den Immobilien-Kaufpreisen. Hier stiegen die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen um 13,3% auf durchschnittlich 4.270€. Mit einem knapp 5% geringeren Anstieg fiel der Aufwärtstrend in Berlin etwas moderater aus. Hier stiegen die Immobilien-Kaufpreise im Schnitt um etwa 8,4% und somit geringfügiger als der Durchschnitt der acht deutschen Metropolen, welcher bei 10,2% liegt.

Mieten stiegen 2019 in Metropolen im Schnitt um 4,1%

Während die Immobilien-Kaufpreise in allen Metropolen ähnlich stark anstiegen, ist bei der Entwicklung der Mieten eine höhere Varianz zu erkennen. So erhöhten sich 2019 in Leipzig die Mieten im Schnitt um lediglich 1,4%, während Köln mit 8% Mieten-Anstieg einen überdurchschnittlichen Zuwachs verzeichnete. Begründen lässt sich der gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufige Mietpreisanstieg in Leipzig mit einer „insgesamt erhöhten, wenn auch regional unterschiedlichen Neubautätigkeit, die für leichte Entlastung sorgt“, so der Immobilienexperte Roman Heidrich von JLL Berlin. 

Im Durchschnitt stiegen die Mieten in allen acht deutschen Metropolen um 4,1% und damit weniger stark als die Immobilien-Kaufpreise. Besonders groß ist die Differenz in Hamburg. Während sich die Mieten nur um 2,8% verteuerten, stiegen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Schnitt um 11,1% an. Somit ist eine Differenz zwischen Kaufpreisen und Mieten von guten 8% erkennbar. 

Wie sieht die Kaufpreis-Entwicklung 2020 aus?

Auch 2020 ist mit einem positiven Anstieg der Immobilien-Kaufpreise zu rechnen, insbesondere in den Großstädten. So prognostizieren die Analysten des Immobilienportals Immowelt, dass sich in Berlin bis zum Ende des Jahres die Kaufpreise um weitere 13% erhöhen. Ähnlich sieht es auch in München, Stuttgart, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf aus – auch hier gehen die Experten von Preissteigerungen zwischen 11% und 14% aus.

Preisanstieg ist nicht nur in den Metropolen erkennbar

Die Marktstudie des Beratungsunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) konzentriert sich zwar auf die Preissteigerung in den acht deutschen Metropolen, aber in kleineren Städten ist diese Entwicklung durchaus in ähnlicher Form zu erkennen. Gerade in im Umfeld von Metropolen gelegenen Städten ist oftmals eine starke Steigerung der Immobilien-Kaufpreise zu sehen. Grund hierfür sind die teueren Preise und Mieten in den Metropolen. Auch wenn die Mieten geringer wachsen als die Kaufpreise, sind sie vielen zu hoch. Teilweise ist aber auch das Angebot an Mietwohnungen aufgrund der zu hohen Nachfrage ausgeschöpft, sodass als Konsequenz immer mehr Menschen in nahegelegene Städte ziehen und zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. Als Beispiel können München und Augsburg betrachtet werden. Durch die gute Infrastruktur zwischen den beiden Städten und dem ausgeschöpften Angebot in München zieht es viele Münchner nach Augsburg. Unter anderem deshalb steigen auch in Augsburg die Kaufpreise sowie die Mieten kontinuierlich an, wie wir in einem anderen Blog-Artikel bereits berichteten. 

Übersicht

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